Ein Genossenschaftsprojekt, das Bäume, Kulturen und Boden zu einem lebendigen regionalen Nahrungskreislauf verbindet – und Menschen einlädt, Teil einer gesunden, regenerativen Landwirtschaft zu werden.
Die Idee
Agroforstwirtschaft kombiniert Baumreihen mit landwirtschaftlichen Kulturen auf derselben Fläche. Bäume spenden Schatten, halten Wasser, bauen Humus auf und liefern Früchte, Nüsse und Biomasse – während zwischen den Reihen Gemüse, Kräuter und Getreide gedeihen.
Die BiN Agroforst regenerative eG bewirtschaftet Flächen in und um Nievern nach diesem Prinzip: regenerativ, regional, ohne Chemie. Das Ergebnis ist gesunde Nahrung für die Region und ein lebendiger Boden, der mit jedem Jahr besser wird.
Die Genossenschaft ist eng mit der BiN Bioenergie eG verzahnt: Sie liefert Hackschnitzel und forstwirtschaftliche Reststoffe und erhält im Gegenzug Biokohle, die den Boden dauerhaft fruchtbarer macht.
Was entsteht hier
Baumreihen aus Obst, Nuss und Energieholz wechseln sich mit Kulturstreifen ab. Die Bäume schaffen ein eigenes Kleinklima und bauen über Jahrzehnte Humus auf.
Zwischen den Baumreihen wachsen Gemüse und Kräuter in Fruchtfolge. Geschützt vom Wind, feucht durch die Baumwurzeln – bessere Ernte mit weniger Aufwand.
Hochstämmige Obstbäume, Walnüsse, Haselnüsse und Beerenobst liefern jahreszeitliche Ernte für Direktvermarktung, Einkochen und regionale Gastronomie.
Hühner und Schafe beweiden die Flächen im Rotationsverfahren. Sie übernehmen Unkrautpflege, Bodendüngung und Insektenkontrolle – natürlich und ohne Chemie.
Biokohle aus der BiN Bioenergie eG wird in den Boden eingearbeitet. Sie speichert Wasser, bindet CO₂ für Jahrhunderte und verbessert die Bodenfruchtbarkeit dauerhaft.
Community Supported Agriculture: Familien aus der Region finanzieren die Ernte vor und erhalten wöchentlich ihren Anteil. Ergänzt durch Wochenmarkt und regionale Gastronomie.
Wachstum in Schritten
Agroforst braucht Zeit – und Zeit ist sein stärkstes Argument. Jede Phase baut auf der vorherigen auf. Mit wachsenden Flächen steigen Artenvielfalt, Bodenqualität und Ertrag. Das Risiko bleibt überschaubar.
~600 Bäume
30–50 CSA-Familien
Hackschnitzel-Lieferung beginnt
~2.400 Bäume
120–180 CSA-Familien
Direktvermarktung & Gastronomie
~6.000 Bäume
~300 CSA-Familien
Vollversorgung Bioenergie-Biomasse
Alle Flächen- und Ertragsangaben sind Planungswerte ±25 %. Der tatsächliche Aufbau richtet sich nach verfügbaren Pachtflächen und Genossenschaftskapital.
Im Vollbetrieb
Gemüse, Kräuter, Obst und Nüsse in jahreszeitlicher Vielfalt. Hauptabsatz über CSA-Anteile an Familien der Region – ergänzt durch Wochenmarkt, Hofverkauf und regionale Gastronomie.
| Phase | CSA-Familien | Umsatz/Jahr |
|---|---|---|
| 5 ha | ~40 | ~43.000 € |
| 20 ha | ~150 | ~160.000 € |
| 50 ha | ~300 | ~390.000 € |
Gehölzschnitt, Weiden, Pappeln und forstwirtschaftliche Reststoffe liefern Hackschnitzel für die BiN Bioenergie eG. Im Vollbetrieb deckt die Agroforst eG einen bedeutenden Teil des Biomasse-Bedarfs.
| Phase | Hackschnitzel/Jahr | Erlös (101 €/t) |
|---|---|---|
| 5 ha | ~50 t | ~5.000 € |
| 20 ha | ~220 t | ~22.000 € |
| 50 ha | ~600 t | ~61.000 € |
Biokohle aus der Bioenergie eG wird in die Böden eingearbeitet. Humusaufbau durch Agroforst und permanente CO₂-Bindung durch Biokohle machen das Projekt netto CO₂-negativ.
| Phase | Biokohle eingebracht | CO₂ dauerhaft gebunden |
|---|---|---|
| 5 ha | ~15 t/Jahr | ~45 t CO₂ |
| 20 ha | ~60 t/Jahr | ~180 t CO₂ |
| 50 ha | ~160 t/Jahr | ~480 t CO₂ |
Wirtschaftlichkeit
| Ertragsquelle | Betrag / Jahr |
|---|---|
| CSA-Anteile (~40 Familien, 120 €/Monat, 9 Monate) | ~43.000 € |
| Wochenmarkt & Direktverkauf | ~15.000 € |
| Hackschnitzel an BiN Bioenergie eG | ~5.000 € |
| Einsparung Düngemittel (Biokohle-Effekt) | ~3.000 € |
| Gesamt Phase 1 | ~66.000 € |
Mit wachsenden Bäumen steigen Erntemengen und Erträge kontinuierlich. Ab Jahr 8–10 sind erste Obstbäume in Vollertrags-Stadium.
| Phase | Fläche | Investition (Pflanzen + Infrastruktur) |
|---|---|---|
| Phase 1 | 5 ha | ~180.000 € |
| Phase 2 | 20 ha | ~550.000 € |
| Phase 3 | 50 ha | ~1.200.000 € |
Mögliche Förderung über ELER (EU Agroforst-Prämie), GAP-Ökoregelungen und das Agrarinvestitionsförderungsprogramm Rheinland-Pfalz werden geprüft.
Bruttoertrag pro Jahr im Vollbetrieb mit 50 ha und ~300 CSA-Familien
| Ertragsquelle | Betrag / Jahr |
|---|---|
| CSA-Anteile (~300 Familien) | ~324.000 € |
| Direktvermarktung & Gastronomie | ~140.000 € |
| Hackschnitzel an Bioenergie eG | ~61.000 € |
| CO₂-Zertifikate (Humus + Biokohle) | ~35.000 € |
| Gesamt Vollbetrieb | ~560.000 € |
Planungswerte ±25 %. Erntemengen wachsen mit dem Bestandsalter. Vollertrag der Bäume ab Jahr 10–15.
Einbettung
Die BiN Agroforst regenerative eG ist kein isoliertes Landwirtschaftsprojekt. Sie ist tief ins BiN-Netzwerk eingebettet: als Biomasse-Lieferant, Biokohle-Abnehmer, Nahrungsquelle und lebendiger Lernort für regenerative Praxis.
Projektstand September 2026
Engagement
Die BiN Agroforst regenerative eG soll von der Region getragen werden. Es gibt vier Wege, Teil davon zu sein – ob als Verbraucher, Investor, Flächeneigentümer oder Partner.
Vorfinanziere deinen Gemüse-Anteil und bekomme wöchentlich frische, saisonale Ernte aus der Region. Direkt vom Feld, ohne Supermarkt- Umweg – und du weißt genau, was du isst und wer es anbaut.
Geschäftsanteile an der BiN Agroforst regenerative eG – Mitsprache, regionaler Bodenschutz und mögliche Dividende. Für alle, die regenerative Landwirtschaft aktiv mitgestalten wollen.
Du hast Grundstücke, die du sinnvoll bewirtschaften möchtest? Verpachte sie an die Genossenschaft oder bringe sie als Sacheinlage ein. Langfristige Partnerschaft mit ökologischer Aufwertung.
Landwirte, Forstbetriebe, Gemeinden, Schulen oder gastronomische Betriebe, die regional und regenerativ denken. Gemeinsam stärker als allein – individuelle Gespräche auf Anfrage.